| Witchfinder – The Steel Mill Tapes (Demo) |
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Spielzeit: 18:57 Min Genre: NWOBHM / Heavy Metal Info: Homepage CD kaufen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. VÖ-Datum: bereits erschienen Dig deep into the underground! Heute bespreche ich das erste auf CD gebannte Lebenszeichen einer Band aus meiner alten Heimat Geislingen an der Steige und habe dabei gleich zwei Prämieren vor mir. Diese CD ist nun nicht die erste aus dem Underground, aber es ist sowohl a) das erste Mal, das ich bewusst aus meinem Besprechungsmuster ausbreche und einen sehr klassischen Stil bewerten werde und b) die erste Demo, die sich an Anlehnung an die gute alte Zeit tatsächlich „Steel Mill Tapes" nennt und dementsprechend die Laufzeit eines Tapes hat. Die Band, um die es dabei geht, nennt sich Witchfinder, und die Jungs sind Anhänger des guten, alten NWOBHM - dementsprechend ist ihr musikalischer Output stark an diesem „Genre" orientiert. Eins werde ich vorweg sagen: Ich kann nicht versprechen, dass ich vollkommen unpersönlich an diese Sache herangehen werde, da ich fast alle Bandmitglieder kenne. Aber das soll uns auch nicht weiter aufhalten und deshalb lege ich los. „Cosmic Guardian" beginnt mit einem starken, britischen Riff, die Stimme des Sängers erinnert mich an einen jungen Ozzy, und die Produktion ist sehr oldschool. Tatsächlich gibt es auch Doublebass im Chorus zu vernehmen, und ab dem Mittelteil erinnert mich der Track relativ stark an Iron Maiden, sowohl was die Bassarbeit als auch die Gitarrenharmonien angeht. Anschließend dürfen sich die Gitarren ein Solo-Duell liefern, welches wieder in den Eingangsriff übergeht und sich mit großen Schritten dem Finale nähert. „Architeuthis" geht erneut im Midtempo auf den geneigten Hörer nieder, offenbart stilistisch allerdings eine leichte Variation gegenüber dem ersten Track: Hier wird relativ viel auf der offen E-Saite gerifft, es sind auch schon mal spitze Schreie des Sängers zu hören; das Solo-Duell geht es fixer zu Werke und wird mit Tripeln unterlegt, die getragene Zwischenpassage leitet zum nächsten Solo über - man könnte den Eindruck gewinnen, der halbe Song besteht aus Leads. Das letzte Viertel beginnt mit einer basslastigen Bridge, und der Song nähert sich seinem Ende. „The Iron Painkiller Man" offenbart sich als eine so tiefe Verbeugung vor Judas Priest, dass man annehmen könnte, dass man sich einer Priest Cover Band gegenüber zu sehen, und kann stilistisch als deutlichste Hommage an die großen Bands der späten 70er und frühen 80er betrachtet werden. Die Riffs, die Soli, die Betonung, alles spricht für meine These. Einen großartigen Absatz darüber zu schreiben, was mir gefallen hat und was nicht wird entsprechend schwer, nicht nur wegen meiner persönlichen Bindungen zu einzelnen Bandmitgliedern sondern auch, da die kurze Laufzeit kaum Raum für eine vollständige Einschätzung erlaubt und man auch sicher nicht alle Facetten der Musik dieser Band gehört hat. Dennoch werde ich es versuchen. Der Sänger verfügt über eine passende, leicht schrullige Stimme, die den Songs einen perfekten NWOBHM-Touch verleiht und deshalb super passt. Wie bereits erwähnt, kommt die Klangfarbe dabei recht nahe an Ozzy Osbourne heran, hat aber noch einen anderen Twist, der spitze Schreie erlaubt. Die Gitarrenarbeit ist stark an die auf der Bandpage angegebenen Vorbilder Iron Maiden, Saxon und Judas Priest angelehnt und bietet keinen Anlass zur Kritik, das Bassspiel ist mitunter fast schon virtuos und die Drums wurden sauber und immer songdienlich beackert. Die Produktion wurde haargenau auf das musikalische Sujet der Band angepasst und ist dementsprechend oldschoolig und erdig. Das bei alldem die Originalität ein bisschen auf der Strecke bleibt, sollte jedem klar sein, jedoch denke ich, dass dies auch nicht die Intention hinter der Musik der Jungs ist. Als Anspieltipp gebe ich an dieser Stelle „Architeuthis" raus, da mir dieser Track am besten gefallen hat. Fazit: The Steelmill Tapes ist ein erstes hoffnungsvolles Lebenszeichen einer Band, die sich ganz und gar der Hochphase des klassischen NWOBHM verschrieben hat, dabei aber noch recht nahe an den Originalen dran ist und trotz aller Verbundenheit zum angestrebten Genre ein paar kleine Kleckser brauchen könnte, die diese Band ein bisschen von den Vorbildern abhebt. Wer allerdings darauf pfeift, darf der Band getrost eine Kategorie besser geben und kann zu der Mucke ordentlich abfeiern. Ich attestiere Witchfinder jedenfalls, dass die erste Demo gut geworden ist und die Chose Spaß macht. Von mir gibt es daher ein
Tracklist: 1. Cosmic Guardian
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