Label: Massacre Records
Spielzeit: 40:00 Min
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VÖ-Datum: 26. August
Das Schöne am Todesmetall ist ja, dass trotz aller Trendströmungen à la Deathcore und anderen Kinderkrankheiten der ursprüngliche, unverfälschte Death Metal nie so ganz von der Bildfläche verschwindet. Retro Truppen wie Bloodbath, Entrails oder Death Breath erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit und auch die alten Großmeister wie Entombed, Grave oder Morgoth (zumindest auf den diesjährigen Sommerfestivals) zeigen mit schöner Regelmäßigkeit, wo der Frosch die Locken trägt.
Das All-Star Zombie Ensemble (bestehend aus Mitgliedern von Disbelief, Collapse 7 und Pungent Stench) hat sich sehr zur Freude des Schreiberlings dem brachialen, rohen Detah Metal schwedischer Prägung (ein gewisser Dan Swanö drehte übrigens die Knöpfchen am Mischpult) verschrieben. Da passt der Bandname natürlich wie die Faust ins Gretchen. 10 Tracks gibt es auf „A Dreadful Decease" auf die Ohren - 10 x voll auf die 12! Jawohl, meine Damen und Herren, die Österreicher legen die Messlatte gleich auf ihrem ersten Album ziemlich hoch an und und begeistern mit ihrer Version des frühen 90er Jahre Todesstahls das die Schwarte kracht. Das man bei diesem Stil keine Palastrevolution erwarten darf, wird jedem klar sein, der mit den Klassikern des Genres („Left Hand Path",„Necroticism - Descanting the Insalubrious " oder auch Bloodbath´s „Resurrection Through Carnage", an das mich das vorliegende Album atmosphärisch sehr erinnert...) aufgewachsen ist. Besser geht's einfach nicht, das ist Fakt. Doch Zombie Inc. machen in erster Linie Spaß, verstehen ihr Handwerk und - das ist das wichtigste! - schreiben richtig gute, originelle Songs. Exemplarisch sei hier der abwechslungsreichste Track „Bloodrain Overdose" genannt, der eher doomig startet, sich zu einem Blast Beat Monster entwickelt, um sich dann mit einem wundervollen Solo im Finale zu verabschieden. Der Großteil des „A Dreadful Decease" Materials ist zwar eher straighter, bzw. eingängiger gehalten, dafür sorgen die raffinierten Riffs und die coolen, eindringlichen Melodien für anerkennendes Nicken. Kratzende Gitarren, simple, aber effektive Songs und über allem thront das charismatische Gegurgel von Martin Schirenc - Death Metal Nostalgiker, was willst du mehr? „A Dreadful Decease" ist nix für Wein schlürfende Feingeister, sondern für richtige Männer, die Bier trinken, oder um es mit den Worten von Dan Swanö zu sagen: „Great music... Old school the perfect way!"
Sven Meier

Tracklist: 01. The Chaosbreed 02. Deadtribe Sinister 03. Challenge of the Undead 04. Horde Unleashed 05. We must eat! 06. Bloodrain Overdose 07. Grim Brutality 08. Horror Fills This Hollow Earth 09. A Dreadful Decease. 10. Planet Zombie
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